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Zur Geschichte der Jenny-Marx-Gesellschaft...


Die Jenny-Marx-Gesellschaft wurde 1998 gegründet und hat ihren Sitz in Trier. Wir stellen als Bildungsverein, der der  Partei DieLinke. nahe steht, unsere Angebote all jenen in Rheinland-Pfalz zur Verfügung, die sich mit der Entwicklung und den aktuellen Problemen in unserer Gesellschaft auseinandersetzen wollen. Auf Bundesebene kooperieren wir mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Die Mitglieder treffen sich zweimal jährlich, um künftige Projekte gemeinsam zu beschließen und zu initiieren, die Arbeit mit den Kooperationspartnern zu reflektieren.  Diese Sitzungen sind öffentlich und wir laden Sympathisantinnen und Sympathisanten ein, mit uns Kontakt aufzunehmen.. 

 

 

Anliegen und Ziele...

Die Jenny-Marx-Gesellschaft.setzt sich für soziale Gerechtigkeit, lebendige Demokratie, die Freiheit kritischen Denkens und die Erhaltung und Ausweitung individueller Freiheitsrechte unter Wahrung sozialer und solidarischer Grundsätze ein.

In den Traditionen der Arbeiterbewegung, des Antirassismus und des Antifaschismus sieht die Jenny-Marx-Gesellschaft ihre Wurzeln, aber auch ihre Verpflichtung. Kapitalismuskritik ist für uns ebenso Notwendigkeit wie unser überzeugtes Eintreten gegen alle antidemokratischen Bestrebungen.

Um auf diesem Wege viele mitzunehmen, wollen wir Ansprechpartner und Forum für vielfältige linke Initiativen, Bewegungen und Denkrichtungen sein. Wir wollen mithelfen aktuelle politische Bildung und historisches Wissen zu vermitteln, so dass kritisches Denken und verantwortliches Handeln als kompetente Einmischung in das gesellschaftspolitische Geschehen für viele möglich werden.

In einer Gesellschaft, in der offensiv für den Abbau sozialstaatlicher Errungenschaften geworben wird und die Politik ihre Handlungsspielräume freiwillig zugunsten ökonomischer Vorherrschaften aufgibt, ist es umso wichtiger linke Kräfte zu bündeln und an der Basis eine neue Solidargemeinschaft zu bilden. Einen bescheidenen Beitrag dazu möchten wir mit unseren Angeboten leisten.

Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln, dass sie in kompetenter Weise am politischen Geschehen nicht nur passiv teilnehmen können, sondern durch Aktionen und Initiativen in ihrem sozialen Raum etwas bewegen können. Dazu organisieren wir mit Kooperationspartnern vor Ort verschiedene politische und kulturelle Veranstaltungen.

 

 

Zur Namensgebung...

Mit der Namensgebung Jenny Marx erinnern wir an eine Sozialistin, bei deren Tod Friedrich Engels bemerkte: "Was eine solche Frau mit so scharfem, kritischem Verstande … geleistet hat, das hat sich nicht an die Öffentlichkeit vorgedrängt, das steht nicht in den Annalen der zeitgenössischen Presse verzeichnet."

Jenny von Westphalen wurde 1814 in einer wohlhabenden, adeligen Familie in Salzwedel geboren. Als junges Mädchen wurde sie gemeinsam mit Karl Marx unterrichtet. In ihrer Ehe hatte sie Sorge ihrem Mann intellektuell gewachsen zu sein. Bei der Hochzeit mit Karl Marx stellte sie ihr Leben in den Dienst ihres Mannes. Sie nannte sich "sein Sekretär", war gleichermaßen seine Lektorin und Managerin. Somit hatte sie entscheidende Verantwortung dafür übernommen, dass ihr Mann seine Werke vollenden konnte und damit der Nachwelt ein geistiges Vermächtnis hinterließ, das bis heute gesellschaftspolitisch kontrovers diskutiert wird.

Ihr Privatleben war gezeichnet durch die Fürsorge für die drei überlebenden Töchter, von insgesamt sieben Kindern, die sie unter teilweise sehr beengten Lebensumständen versorgte und großzog. Sie selbst Jenny Marx starb nach langer und schwerer Krankheit mit 67 Jahren am 02. Dezember 1881 in London.